Michelle Rowbotham

Nomos

Eine interaktive Realtime-Visualisierung improvisierter Musik

Nominiert für den
Digital Sparks Award 2006

Nomos, Live-Performance

Nomos, Live-Performance

Hardware / Software

Hardware:
2 Mikrophone
1 Sennheiser, MD 425 (ein dynamisches Mikrophon mit Supernierencharakteristik) für die rechte Hand des Akkordeonisten. Das Mikrophon muss nah an die Tonquelle, damit nur die Klänge der Tonquelle, insbesondere nur die Töne der rechten Hand aufgenommen werden. Da sich der Balg bewegt, ist für die andere Hand ein Ansteckmikrophon notwendig. Beide Mikrophone werden mit einem XLR-Kabel an das Tascam-Interface angeschlossen.

1 Tascam-Interface
Das Tascam-Interface ist ein A/D-Wandler mit 24 Bit Auflösung und zwei analogen Audioeingängen. Es ist die Schnittstelle zwischen den analogen Klängen und dem Computer. Das Gerät wird über ein USB-Kabel an den Laptop angeschlossen.

1 Computer

1 Beamer
Für die Projektion wir der Computer mit einem Beamer verbunden.

Software:
Der Klang wird von 2 Mikrophonen separat, auf zwei getrennten Kanälen, über das Tascam-Interface in den Computer geleitet. Dort wird dieser in der Software Max/MSP 4.5 getrennt analysiert. Ein Modul (analyser~) führt in Echtzeit eine optimierte Fast-Fourier-Transformation durch und findet so heraus, welcher Ton gerade wie laut gespielt wird. Durch die Fast-Fourier-Transformation lassen sich Signale von der Darstellung (Zeitpunkt, Abtastwert) in die Eigenschaften: Frequenzanteil, Amplitude und Phase überführen. Die Frequenz und die Amplitude jeder Tonquelle werden über die Software MaxLink an das Programm Processing übergeben. Die Java-Bibliotheken von MaxLink ermöglichen die Kommunikation zwischen Max/MSP 4.5 und Processing auf Mac und Windows-basis. MaxLink schickt die Informationen über das lokale Subnetz im „Mulicasting-UDP-Format”. Processing ist eine Programmierumgebung und Sprache, die entworfen wurde, um „Digitale Kunst“ und „Visuelles Design“ zu gestalten. Die Sprache wurde entwickelt, um die Gestaltung von anspruchsvollen visuellen, konzeptbasierten Strukturen zu vereinfachen. In Processing werden vier „öffentliche” Variabeln definiert: „tone”, „amp”, „tone2” und „amp2”, die Frequenz und die Lautstärke beider Tonquellen. Die Frequenz variiert innerhalb eines Spektrums von 82 Hz bis 3520 Hz. Die Amplitude bewegt sich zwischen 0 und 100 je nach Einstellung auf dem Tascam und in Max/MSP. Über diese Variabeln steuert der Musiker die Visualisierung.